12. Juni 2026
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Eingang zum Anne Frank Zentrum, Berlin
Foto: Ruthe Zuntz
12. Juni 2026
Am 12. Juni 2026 findet der Anne Frank Tag zum zehnten Mal in Folge statt. Unter dem Motto »Geschichte erzählen« konzipiert das Anne Frank Zentrum auch in diesem Jahr unterschiedliche Lernmaterialien, die kostenlos an alle 843 bundesweit angemeldeten Schulen versandt werden. Der Schwerpunkt soll teilnehmenden Schüler*innen vermitteln, wie lebendig und unabgeschlossen Geschichte sein kann und wie aktiv Erinnern betrieben werden muss, damit Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten und verschwinden. Der Anne Frank Tag betont dabei stets die aktive Rolle von Schüler*innen im Projekt: Sie entwickeln eigene Formen der Erinnerung an die Geschichte sowie Bezüge zwischen Vergangenheit und Gegenwart und recherchieren und reflektieren eigene Geschichten zum Thema.
Neben der Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust wird dieses Jahr die Lebensgeschichte von Anne Franks weniger bekannten Schwester Margot stärker beleuchtet. Margots Geburtstag jährt sich im Jahr 2026 zum 100. Mal. Als weiterer Schwerpunkt wird die in der deutschen Erinnerungskultur weniger präsente nationalsozialistische Verfolgung von Sinti*zze und Rom*nja als Vernichtungsgeschichte thematisiert. Im Interview spricht die deutsche Sinteza Petra Rosenberg in der Anne Frank Zeitung über die Biografie ihres Vaters Otto Rosenberg, der den Holocaust – oder Porajmos an den Sinti*zze und Rom*nja – überlebte und später wichtiger Bürgerrechtsaktivist in Deutschland wurde.
Artefakt Kulturkonzepte ist für die Planung und Organisation der feierlichen Eröffnung des Anne Frank Tages 2026 verantwortlich, die am Freitag, den 12. Juni in einer Berliner Schule begangen wird.