Das Verborgene Museum: Maria Austria

Eine Amsterdamer Fotografin des Neorealismus

18. Oktober 2018 bis 10. März 2019

Das Verborgene Museum: Maria Austria

Eine Amsterdamer Fotografin des Neorealismus

18. Oktober 2018 bis 10. März 2019

DAS VERBORGENE MUSEUM widmet sich dem Leben und Werk der niederländischen Fotografin Maria Austria. Zu sehen sind ca. einhundert Schwarz-Weiß-Fotografien und Dokumente, die zuvor im Joods Historisch Museum, Amsterdam ausgestellt waren: Bilder vom Leben auf der Straße in den 1950er und 1960er-Jahren, Szenen von den Bühnen der Experimentaltheater und – zum ersten Mal zu sehen – Aufnahmen vom „Achterhuis“, dem Versteck der Familie von Anne Frank während der Zeit ihrer Verfolgung.

Maria Austria (Marie Karoline Oestreicher) wird 1915 in eine gutsituierte, jüdische Familie in Karlsbad (Karlovy Vary) hineingeboren. Im Sommer 1933 reist sie mit Leica und Rolleiflex im Gepäck nach Wien, um an der »Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt« eine Ausbildung zur Fotografin zu machen, die sie mit der Note »gut« abschließt. Von Anfang an war sie an den Prozessen in der Dunkelkammer interessiert, hat sie ihre Negative selbst entwickelt. Als freie Fotografin erprobt sie sich beim Portraitieren, macht Reportagen für Zeitschriften und entwickelt besonderes Interesse an den avantgardistischen Theaterbühnen um den Wiener Naschmarkt. Innerhalb der Fotografie entwickelte sich europaweit der Neorealismus, der von Menschlichkeit und Mitgefühl getragenen Idee einer besseren Gesellschaft, von der auch Maria Austrias Fotografien der 1950er Jahre erzählen.

Bekannt geworden ist die Fotografin auch durch ihre Portraits aus der internationalen Künstler- und Künstlerinnenszene, z.B. von Benjamin Britten, Maria Callas, Albert Schweitzer, Josefine Baker, Martha Graham, die wie sie selbst davon überzeugt waren, in Wort, Bild und Ton am Aufbau einer neuen, besseren Welt mitzuwirken. Noch nie zuvor zu sehen waren Austrias Aufnahmen vom sogenannten »Achterhuis«. Dabei handelt es sich um das Hinterhaus in der Prinsengracht 263-267, in dem sich unter acht jüdischen Verfolgten auch die Familie Frank mit den beiden Töchtern Anne und Margot von 1942 bis zum Verrat 1944 vor der Gestapo versteckt gehalten haben.

Im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie Berlin (EMOP)

MARIA AUSTRIA 1915 – 1975
Eine Amsterdamer Fotografin des Neorealismus

Eröffnung: 17.10.2018, 19 Uhr
Laufzeit: 18.10. 2018 bis 10.03.2019
Öffnungszeiten: Do & Fr 15 – 19 ; Sa & So 12 – 16
(Geschlossen: 20.12.2018 – 2.01.2019)
DAS VERBORGENE MUSEUM - Dokumentation der Kunst von Frauen e.V.
Schlüterstraße 70, 10625 Berlin

www.dasverborgenemuseum.de

 

Pressematerial

Presseakkreditierungen

Wir freuen uns, Sie zur Eröffnung von "Maria Austria" in das Verborgene Museum einladen zu dürfen.

zur Anmeldung

Pressefotos

  • Maria Austria, Amsterdam 1950
    © Maria Austria / Maria Austria Instituut
  • Maria Austria, Selbstportrait mit Mannequins, Amsterdam 1958
    © Maria Austria / Maria Austria Instituut
  • Maria Austria, Die Tänzerin Ellen Edinoff, Amsterdam 1965
    © Maria Austria / Maria Austria Instituut
  • Maria Austria, Der amerikanische Schriftsteller James Baldwin
    Amsterdam 1965
    © Maria Austria / Maria Austria Instituut
  • Maria Austria, Szene aus »Mojin Shokan« vom
    Tenjo Sajiki-Theater, Tokio, Mickery Theater, Amsterdam 1973
    © Maria Austria / Maria Austria Instituut
  • Maria Austria, Ama Virikiti von Robert Serumaga, Theatre Unlimited,
    Kampala/Uganda, Mickery Theater Amsterdam 1974
    © Maria Austria / Maria Austria Instituut
  • Maria Austria, Het Achterhuis, Dachboden,
    Prinsengracht 263, Amsterdam 1954
    © Maria Austria / Maria Austria Instituut
  • Maria Austria, Het Achterhuis, Raum der Familie Pels
    Prinsengracht 263, Amsterdam 1954
    © Maria Austria / Maria Austria Instituut
  • Maria Austria
    Foto: Henk Jonker
    © Maria Austria / Maria Austria Instituut