Vergessene Moderne

Kunst in Deutschland zwischen den Weltkriegen

14. April bis 23. Juni 2019

Klassische Moderne

Vergessene Moderne

Kunst in Deutschland zwischen den Weltkriegen

14. April bis 23. Juni 2019

Das Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus präsentiert 2019 Positionen der Klassischen Moderne aus Deutschland, die weitgehend unbekannt sind. Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Situation der Bildenden Kunst in Deutschland, die sich nach den großen stilistischen Umwälzungen in den 1910er Jahren während der Weimarer Republik in vielfältiger Weise entwickelt hat. Auf Grundlage der modernen Bewegungen wie „Brücke“ oder „Blauer Reiter“ schuf eine neue Generation zumeist jüngerer Künstler Kunstwerke, die sich durch vielfältige Facetten auszeichneten und erfolgreich wahrgenommen wurden. Die gegenüber den Expressionisten eher jüngeren Künstlern, deren Kunst von den Nationalsozialisten ebenso als „entartet“ diffamiert wurde, gingen vielfach ins Exil oder in die innere Emigration, zerbrachen an der sie umgebenden Realität oder wurden als Juden in KZs ermordet.

Nach 1945 hatten es diese oftmals nur fragmentarisch erhaltenen Oeuvres in der Rezeption sehr schwer. Es waren nun die großen Namen des künstlerischen Aufbruchs nach der Jahrhundertwende und die Kunst der Meister am Bauhaus, die in ihrer Bedeutung an der Entstehung der modernen Kunst in Deutschland hervorgehoben wurden. Und es drängte mit dem Informel eine ganz neue, ungegenständliche Kunst in den Vordergrund, die radikal mit der Vergangenheit brach. Vor diesem Hintergrund wurde eine ganze Künstlergeneration der Moderne nahezu vergessen.

Die Internationalen Tage Ingelheim möchten 2019 an Künstlerinnen und Künstler dieser „Vergessenen Moderne“ erinnern und so auch neue, bislang weitgehend unbekannte Facetten in der Kunst zwischen den Weltkriegen in Deutschland aufzeigen. Dafür ausgewählt wurden der Fotograf Helmar Lerski, der Bildhauer Moissey Kogan, der Grafiker Paul Gangolf, der Maler Paul Kleinschmidt, die Malerin Anita Rée, die Bildhauer Jussuf Abbo und Herman Blumenthal, der Maler Karl Ballmer, der Zeichner Otto Pankok, die Malerin und Zeichnerin Elfriede Lohse-Wächtler und der Fotograf und Maler T. Lux Feininger.

Zu der Ingelheimer Ausstellung „Vergessene Moderne“ der Internationalen Tage erscheint ein umfangreicher Katalog.

Vergessene Moderne
Kunst in Deutschland zwischen den Weltkriegen

14. April bis 23. Juni 2019
Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus
François-Lachenal-Platz 1, 55218 Ingelheim am Rhein

PRESSERUNDGANG: 11.04.2019, 10.30 Uhr
ERÖFFNUNG: 13.04.2019, 17 Uhr

www.internationale-tage.de

 

Pressematerial

Presseakkreditierungen

Wir freuen uns, Sie zum Pressegespräch in das Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus im Rahmen der Internationalen Tage einladen zu dürfen.

zur Anmeldung

Pressefotos

  • Anita Rée (1885-1933)
    Bertha im „Herz-Jesu-Rahmen“, um 1927
    Öl auf Holz
    Privatsammlung
  • Karl Ballmer (1891-1958)
    o.T. (Drei Figuren), 1933/34
    Öl auf Leinwand
    Privatbesitz
    ©Karl Ballmer-Stiftung Aarau
  • Elfriede Lohse-Wächtler (1899-1940)
    Selbstbildnis mit Zigarette, 1931
    Öl auf Holz
    Hamburger Kunsthalle, Dauerleihgabe aus Privatbesitz
  • Elfriede Lohse-Wächtler (1899-1940)
    Schmerzhaft Ruhende, 1929
    Pastell
    Hamburger Kunsthalle
  • Moissey Kogan (1879-1943)
    Das goldene Zeitalter I (Triptychon, rechte Tafel), 1908
    Bronze
    Privatbesitz
  • Paul Gangolf (1879-1936)
    Koksende Hure, um 1921
    Lithographie
    Kunsthandel Jörg Maaß, Berlin
  • T. Lux Feininger (1910-2011)
    Skippers daughter, 1932
    Öl auf Leinwand
    Privatbesitz
    © T.Lux Feininger-Estate