MiQua

LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln

Kulturgeschichte

MiQua

LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln

Mitten im Kölner Stadtzentrum entsteht zurzeit ein neues Museum von internationalem Rang: das MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln. Der Name MiQua steht für „Museum im Quartier“ und bezieht sich damit auf die 6.000 m2 umfassende Ausgrabungsfläche im Archäologischen Quartier Köln direkt unter dem Rathausplatz. Hier traten 1953 und dann vor allem seit den 1990er Jahren und ab 2007 über 2000 Jahre Kölner Stadtgeschichte zutage, angefangen beim Palast des römischen Statthalters, dem Praetorium, bis hin zum mittelalterlichen jüdischen Viertel und dem christlichen Goldschmiedeviertel. Über diesen archäologischen Denkmälern wird ein neues Museumsgebäude errichtet, das neben einem Dauer- und Wechselausstellungsbereich Einblicke in die Archäologie des Untergrunds ermöglicht, namentlich auf die mittelalterliche Synagoge und das jüdische Ritualbad, die Mikwe, die in dem Namen MiQua ebenfalls mitschwingt.

Ein bedeutendes Highlight des künftigen MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln war ab September 2019 als Gastexponat im Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud zu sehen. Der Amsterdam Machsor, 2017 in einer europäischen Kooperation des Landschaftsverbands Rheinland mit dem Joods Historisch Museum Amsterdam und mit Unterstützung namhafter Sponsoren und Stiftungen erworben, kehrte damit an seinen Herkunftsort Köln zurück.

MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln, ist eine von drei archäologischen Stätten Kölns, die sich 2020 in einem gemeinsamen Vorhaben der Niederlande, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz um den UNESCO-Welterbestatus für den Niedergermanischen Limes bewerben. Das Praetorium, einzigartiges Bodendenkmal aus römischer Zeit in der Archäologischen Zone am Kölner Rathausplatz wird ein Highlight des zukünftigen MiQua sein.

Im Jahr 2013 schlossen der Landschaftsverband Rheinland (LVR) und die Stadt Köln eine Rahmenvereinbarung für das Museumsprojekt. Die Stadt Köln ist Bauherrin und Eigentümerin des Museums und der Bodendenkmäler. Der LVR entwickelt das Museums- und Betriebskonzept. Mit der Übergabe des Museums voraussichtlich Ende 2021 übernimmt der LVR die Trägerschaft.

www.miqua.lvr.de

www.miqua.blog

www.wallraf.museum/ausstellungen/amsterdam-machsor

 

Pressematerial

Pressemitteilungen

Pressematerial erhalten Sie unter folgender Adresse

https://miqua.lvr.de/de/presse/presse.html

Pressefotos

MiQua macht Schule - MiQua und Apostelgymnasium werden Bildungspartner

  • Nach erfolgreicher Unterzeichnung (v.l.n.r.): Samantha Bornheim (Wissenschaftliche Mitarbeiterin der MiQua-Freunde. Fördergesellschaft LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln), Martina Stracke (Lehrerin am APG), Aline Schmid (Schülerin am APG), Marco Lohmann (Direktor des APG), Thomas Otten (Direktor des MiQua), Konstanze Hülshoff (Schülerin am APG), Frank Schweppenstette (Lehrer am APG), Christine Schulz (Stellv. Direktorin des APG) und Till Fink (Lehrer am APG). Foto: Sharon Nathan / LVR
  • Thomas Otten, Direktor des MiQua, unterzeichnet die Kooperationsvereinbarung zur Bildungspartnerschaft. Foto: Sharon Nathan / LVR
  • Auch eine Schülerin unterschreibt die Kooperationsvereinbarung. Foto: Sharon Nathan / LVR

Amsterdam Machsor. Ein Schatz kehrt heim

  • Amsterdam Machsor, Folio 180b: „Kol Nidre“,
    ca. 1250.
    © Joods Historisch Museum, Amsterdam und Landschaftsverband Rheinland
    (2017 erworben durch das Joods Historisch Museum, Amsterdam und den Landschaftsverband Rheinland mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Kulturförderung des Landes Nordrhein-Westfalen, der C.L. Grosspeter Stiftung, des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes sowie der Sparkasse KölnBonn und der Kreissparkasse Köln).
  • Amsterdam Machsor, ca. 1250,
    © K.W. Schmidt

MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln

  • Blick von Obenmarspforten auf das MiQua (Simulation) © Wandel Lorch Architekten
  • Blick in die mittelalterliche Mikwe. Abstieg vom Obergeschoss in das Jüdische Viertel
    © Michael van den Bogaaard / Stadt Köln
  • Blick in dass Oktogon im Praetorium © Stefan Arendt / LVR-ZMB